Die Tierwelt von Utila

Hinweis: Wenn jemand noch andere Bilder von der Tierwelt Utilas hat, kann er/sie mir gerne schicken und ich tue sie hier mit auf die Seite.

[ Säuger - Vögel - Reptilien - Wirbellose - Meerestiere ]

Die Tierwelt auf Utila ist für den "normalen" Besucher geprägt durch Reptilien und Vögel. Wer etwas genauer hinsieht, wird auch viele Insekten und Spinnen (inkl. Skorpione) entdecken, während es - abgesehen von Haustieren - wenige Säugetiere gibt. Getrennt davon zu sehen sind natürlich die Meerestiere,die es in großer Anzahl und Vielfalt gibt.

Für alle "Bangbüxen" nochmal die Entwarnung: Alle Tiere, die es auf Utila gibt, sind, die Giftigkeit betreffend, ungefährlich; natürlich tut der Stich eines Skorpions trotzdem weh, und wie bei Bienen oder Wespen in Deutschland auch kann man einen anaphylaktischen Schock bekommen, aber das hängt vom Gebissenen ab und nicht vom Beißenden. Weh tut es in jedem Fall, also passt auf, in welches Loch Ihr hineinfasst...

Säugetiere

Hier gibt es kleine und große Opossums; ich habe nur einen Vertreter einer der kleinen Arten Marmosa mexicana (Trivialname Zwergbeutelratte oder auch Maus-Opossum) gesehen, die wesentlichen größeren Exemplare der Gattung Didelphis, die leicht 50 cm Körperlänge erreichen, blieben mir verborgen.

Ab der Dämmerung im Freien, aber auch in der Fledermaushöhle in der Nähe des Pumpkin Hill, kommen Fledermäuse vor. An der Station nutzen sie auch die Kolibritränke. In der Höhle kommen verschiedene Arten vor, dies wird wohl auch auf dem Rest der Insel der Fall sein.
Angeblich gibt es noch eine Hirschart auf Utila (in der Savanne), es wurde jedoch lange kein Exemplar mehr gesehen. Allgegenwärtig sind auch die Ratten, die aber eher in die Kategorie "Haustiere" fallen.

Vögel

Immer zu sehen und zu hören, zumindest im Ort und auf dem Stationsgelände, sind die "Common Blackbirds". Sie gehören zu den Racken; durch ihren "Gesang", der nur mit viel gutem Willen noch als Krächzen zu bezeichnen ist, gehen sie einem schon nach kurzer Zeit auf dem Geist. Wahrscheinlich habe ich darum keine Fotos von ihnen gemacht... Oft auf den Wiesen anzutreffen sind die Kuhreiher (Bubulcus ibis). Eindrucksvoll sind die Truthahngeier (Cathartes aura), so genannt wegen ihres roten Kopfes. Weitere häufig zu sehende Vögel sind die Pelikane, die man auch am "Stadtstrand" Sandy Bay häufig bei der Jagd beobachten kann, sowie die schönen Fregattvögel, von denen ich aber nur ein detailarmes "Fernbild" vorweisen kann. Nicht vergessen darf man die Kolibris, die man auf dem Stationsgelände oft zu sehen bekommt, weil sie sich an der Tränke gütlich tun. Fotos sind von ihnen trotzdem schwierig zu machen, weil sie immer schnell wieder verschwunden sind und die Flügelschlagfrequenz ein scharfes Bild praktisch unmöglich macht.
Glücklicherweise sah ich auf unserem "Ausflug" in die Savanne einen brütenden Kolibri. Da die Perspektive aber etwas ungünstig war, fällt das Bild eher in die Kategorie "Suchbild"... Wenn man genau hinsieht, entdeckt man Schwanz und Schnabel, die aus dem Nest herausgucken.

Reptilien

Mit am interessantesten sind natürlich die Reptilien, von denen es auf Utila eine ganze Reihe gibt. Auf Grund der Vielfalt ist es wohl sinnvoller, teilweise nur die höheren systematischen Gruppen aufzuzählen; neben den beiden Schwarzleguanarten, Ctenosaura bakeri und Ctenosaura similis, lebt hier noch "der Leguan an sich", der Grüne Leguan Iguana iguana. Sehr häufig, auch auf dem Stationsgelände regelmäßig zu sehen, ist auch der Streifenbasilisk Basiliscus vittatus. Des weiteren einige Anolis-Arten, unter anderem auch zwei endemische (Norops bicaorum und Norops utilensis) und mehrere Gecko-Arten, unter anderem der rechts abgebildete Coleonyx sp., der leider tot war, als ich ihn fand. Am Strand an der Nordküste häufig zu sehen waren auch die "Rennechsen" Cnemidophorus lemniscatus. Viele Arten habe ich wahrscheinlich vergessen, aber die aufgezählten habe ich selbst gesehen. Hinzu kommen noch die Meeresschildkröten, die man zum einen beim Schnorcheln oder Tauchen, oder aber in der Schildkrötenstation von Glenn Petersen sehen kann sowie ...

... einige Schlangenarten: Boa constrictor, die "Rat Snake" Elaphe flavirufa, die "Green Vine Snake" Oxybelis sp. sowie eine braune Art mit dem Artnamen mexicana, deren Gattungsnamen ich gerade nicht zur Hand habe, später aber nachliefern werde.


Ein Ctenosaura bakeri, frisch markiert im Sumpf. Ein C. bakeri-Weibchen in der großen Doppelvoliere... ..., wie auch hier. Wenn wir Futter dabei hatten, waren wir immer gern gesehen :-)
Ein noch junger Ctenosaura similis, ... ... der sich am Materialschuppen sonnte. Ein Tier in mittleren Jahren, 1998 gesehen auf dem Weg zum Pumpkin Hill. Ein altes Männchen, das oft am Straßenrand saß.
Ein Basilisk (Basiliscus vittatus, noch aus 1998). Dieses ältere Exemplar ... ... sahen wir auf dem Weg nach Rock Harbour. Wieder ein junger, auf dem Stationsgelände.
Der Webmaster persönlich mit einer selbstgefangenen jungen Boa constrictor :-) Diesmal eine Elaphe flavirufa, auf Utila "Rat Snake" genannt. Eine grüne Baumschlange, Oxybelis... (vergessen :-) ). Dünn, dafür aber um so länger.

Wirbellose

Davon gibt es auf Utila natürlich eine riesige Anzahl von Arten; darum muss es hier reichen, nur die häufigsten/beeindruckendsten aufzuzählen; an Insekten waren dies vor allem Ameisen. Die allgegenwärtigen Blattschneiderameisen - die innerhalb von zwei Tagen den Hibiscus, den wir als Leguanfutter benutzten, kahlfraßen, und auch sonst auf der Station und an Straßenrändern immer präsent waren - wie auch die Treiberameisen; diese gehen mit dem Großteil ihres Volkes auf Beutezug und bilden so große, sich fächerförmig aufspaltende Straßen. Sie nehmen dabei alles mit, was ihnen nicht entkommen kann. Bei uns in der Küche haben sie merkwürdigerweise nichts Schmackhaftes gefunden...

Mit Treiberameisen muss man auf Utila auch in der Küche immer rechnen. Treiberameisen leben halbnomadisch und gehen mit dem gesamten Volk auf Jagd. Gefressen wird alles, was nicht schnell genug flüchten kann; sowohl andere Wirbellose ... ... als auch kleine Wirbeltiere wie Echsen, Amphibien oder Vögel.

Zum anderen waren auch die Libellen sehr eindrucksvoll, genauso die Grabwespen. Die auf Utila vorkommenden legen ihre Eier in Vogelspinnen ab, sind pechschwarz und daumendick. Leider kann ich das nicht mit einem Foto beweisen, sie waren einfach zu schnell, erst recht, um sie zu fangen.
Viele Schmetterlinge müssten eigentlich auch noch Erwähnung finden, die Vielfalt war jedoch einfach zu groß, als dass man jedes Insekt nennen könnte.
Spinnen und Skorpione sind auf Utila oft anzutreffen. Bei den Spinnen gibt es auch wieder eine ungeheure Vielfalt, besonders häufig sieht man jedoch die Seidenspinne Nephila sp. [Bild folgt...] sowie Vogelspinnen, die meiner Meinung nach alle der Art Brachypelma albopilosa angehörten.
Des weiteren waren auch die Skorpione sehr beliebt :-) , besonders, wenn man sie im Haus antraf. Sie sind zumeist schwarz und erreichen eine Länge von ungefähr 12 cm inkl. Schwanz. Gegen die Treiberameisen hatten aber auch sie keine Chance.

Am und im Meer

Die Artenvielfalt (nicht nur) der karibischen Riffe ist sprichwörtlich. Zudem liegt Utila auf dem neben dem australischen Great Barrier Reef größten zusammenhängenden Riff der Welt. Es wäre also vergebens, den Versuch zu starten, alles, was um Utila herum im Wasser zu sehen ist, aufzuzählen. Darum hier nur ein paar Worte zu den Tieren, die ich auch auf Fotos festgehalten habe.
Den Seestern sahen wir an Rock Harbour Lake. Auf dem zweiten Bild ist er durch die Reflexionen nicht ganz so gut zu erkennen, dafür aber hat man hier einen Größenvergleich über meinen Fuß links daneben...

 


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